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Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag

12.09.2017 | Neuerscheinung

TA-Vorstudie »Social Bots«

TAB-Horizon-Scanning Nr. 3 und TAB-Fokus Nr. 16

Welchen Einfluss können Social Bots auf die politische Meinungsbildung ausüben? Was ist heute technisch machbar? Und wie lassen sich Social Bots erkennen und verhindern?

Social Bots sind Computerprogramme, die darauf ausgerichtet sind, in sozialen Netzwerken, beispielsweise auf Facebook oder Twitter, maschinell erstellte Beiträge (Kommentare, Antworten, Meinungsäußerungen) zu generieren, um Diskurse zu beeinflussen bzw. zu manipulieren.

Die TA-Vorstudie hatte zum Ziel, einen Überblick über den aktuellen Stand der Technik von Social Bots, Anwendungsfelder und Anwender, Verbreitung sowie tatsächliche und angenommene Risiken zu schaffen. Darüber hinaus sollte der momentane Kenntnisstand zum tatsächlichen Ausmaß des Einsatzes von Social Bots und ihren Wirkungen dargestellt werden. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Frage nach den potenziellen Gefahren von Social Bots, die aus einer möglichen Manipulation politischer Diskussionen und Trends in sozialen Netzwerken oder der Beeinflussung des Kaufverhaltens von Personen resultieren.

Fakeaccounts von Social Bots, d. h. gefälschte Nutzerprofile, hinter denen keine authentischen Personen stehen, lassen sich durch einfache Anpassungen leicht skalieren, sodass beispielsweise auf Twitter tausende Accounts geschaffen werden können, die wiederum zehntausende Tweets pro Tag erzeugen. Es wird vermutet und ist teilweise auch belegt, dass Social Bots sowohl von Staaten als auch von Unternehmen und Interessengruppen sowie von Terrororganisationen gezielt eingesetzt werden

Das Thema einer potenziellen maschinellen Wahlbeeinflussung durch Social Bots hat insbesondere vor der anstehenden Bundestagswahl im September 2017 Brisanz.

Nach dem öffentlichen Fachgespräch zum Thema Social Bots im Deutschen Bundestag am 26. Januar 2017, in dem Fachexperten und Bundestagsabgeordnete die Zwischenergebnisse der TA-Vorstudie diskutiert haben, liegt nun die vollständige Studie vor.

Die TAB-Vorstudie wurde von Oktober 2016 bis April 2017 erarbeitet.

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