→Springe direkt zum Inhalt

Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag

18.06.2013 | -endgültige Fassung-

TAB-Arbeitsbericht zu »Ökologischer Landbau und Bioenergieerzeugung – Zielkonflikte und Lösungsansätze«

Der TAB-Arbeitsbericht Nr. 151 »Ökologischer Landbau und Biomasseproduktion« steht ab sofort in seiner endgültigen Fassung zur Verfügung.

Die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie strebt sowohl einen Ausbau der ökologischen Landbewirtschaftung als auch als eine steigende Bioenergieerzeugung an. Ähnlich wie in der allgemeinen »Teller-oder-Tank-Debatte« um die Konkurrenz zwischen Nahrungsmittelproduktion und Biokraftstofferzeugung stellt sich hier die Frage, ob und in welchem Umfang die beiden Nachhaltigkeitsziele gleichzeitig erreicht werden können. Im TA-Projekt »Ökologischer Landbau und Biomasseproduktion« wurde auf Anregung des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung untersucht, ob ökologischer Landbau und Biomasseproduktion für energetische Verwendungen künftig stärker miteinander verbunden werden können, um eine steigende Nachfrage für beide Bereiche abzudecken, oder ob die entsprechenden Ziele der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie im Konflikt miteinander stehen und deshalb eine prioritäre Ausrichtung der landwirtschaftlichen Produktion auf eines der beiden Nachhaltigkeitsziele vorgenommen werden muss.

Die Analyse des TAB zeigt, dass das nach wie vor verfolgte Ziel von 20 % Flächenanteil des ökologischen Landbaus an der Agrarfläche zwar durchaus auch gemeinsam mit den Zielen beim Ausbau der Bioenergieerzeugung erreicht werden kann, dass hierfür aber eine recht weitreichende Beeinflussung bzw. Umgestaltung von Rahmenbedingungen politischer und gesellschaftlicher Art vonnöten ist.

Mit der derzeitigen Förderpolitik allein kann das Nachhaltigkeitsziel für den ökologischen Landbau bis zum Jahr 2020 nicht erreicht werden, weil die Anreize für eine Umstellung nicht ausreichen. Regionale Flächenkonkurrenzen mit dem Energiepflanzenanbau verschärfen die Situation, sind aber nicht die entscheidende Ursache. Bei den erneuerbaren Energien steht insgesamt eine Reihe von Alternativen zur Verfügung, aber auch bei der Bioenergie selbst existieren erhebliche Gestaltungsspielräume durch die verschiedenen Produktlinien und die Möglichkeit des Imports von Bioenergieträgern. Hieraus resultieren unterschiedliche Optionen, um Konkurrenzen und Zielkonflikte abzubauen bzw. zu verhindern, ohne das Ausbauziel bei den erneuerbaren Energien selbst in Frage zu stellen.

Der Bericht kann hierPDF [8,98 MB] heruntergeladen oder in gedruckter Form beim Sekretariat des TAB bestellt werden (solange verfügbar).

Zum Seitenanfang