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Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag

08.07.2013 | -vorläufige Fassung-

TAB-Arbeitsbericht zu »Herausforderungen einer nachhaltigen Wasserwirtschaft«

Der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung hat in seiner Sitzung vom 26. Juni 2013 die Abnahme des TAB-Arbeitsberichts Nr. 158 » Herausforderungen einer nachhaltigen Wasserwirtschaft« beschlossen.

Wasser ist Lebensgrundlage, Lebensraum und Standortfaktor zugleich. Die verfügbaren Ressourcen müssen deshalb nachhaltig genutzt werden. Durch die Veränderungen des Klimas, eine global weiter wachsende Bevölkerung und den damit steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln und Energie werden sich Wasserbedarf und Wasserdargebot sowie die Anforderungen an Wasserinfrastrukturen in den kommenden Jahrzehnten teilweise drastisch verändern. Die Verunreinigungen von Gewässern mit Nährstoffen und Schadstoffen wie z.B. Schwermetallen, Pestiziden und anderen organischen Mikroschadstoffen, stellen große Herausforderungen dar. Aufgrund der Langlebigkeit der überwiegend leitungsgebundenen Infrastruktur zur Wasserversorgung und zum Abwassermanagement müssen alternative Lösungskonzepte auch für die künftigen Probleme frühzeitig entwickelt und umgesetzt werden.

Der TAB-Bericht untersucht vor diesem Hintergrund die weltweite Innovationsdynamik im Bereich Wasser, analysiert das Innovationssystem im Bereich der Wassertechnologien und zeigt wichtige Herausforderungen und Trends für Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer auf.

Deutsche Hersteller von wasserwirtschaftlich relevanten Technologiegütern verfügen über den weltweit größten Außenhandelsanteil und eine hochsignifikante Spezialisierung in allen Technikbereichen. Ihre auf den Export bezogene Leistungsfähigkeit kann heute ebenso wie vor 10 Jahren als hervorragend bezeichnet werden. Dieser Markt ist derzeit eine der Stützen der deutschen Außenhandelserfolge. Marktprognosen für Wassertechnologien gehen gleichzeitig von einem hohen Gesamtvolumen mit deutlichen Wachstumsraten aus. Aufgrund der jüngsten Entwicklung bei der technologischen Leistungsfähigkeit – deutlicher Rückgang der Anteile an Patentanmeldungen und Publikationen – ist allerdings zu befürchten, dass mittel- bis langfristig die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hersteller zurückgehen und auch der Außenhandelsanteil abnehmen wird. In Deutschland sind deshalb verstärkte Anstrengungen zur Förderung des Innovationssystems im Bereich der Wassertechnologien notwendig. Dies betrifft die Forschungsförderung, die gezielte Förderung des Übergangs von Forschungsergebnissen in die Praxis sowie die Stärkung und dauerhafte Unterstützung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.

Bis zur Drucklegung steht der Bericht in einer vorläufigen Fassung ab sofort als PDF-Datei zum DownloadPDF [6,14 MB] zur Verfügung.

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