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Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag

29.10.2013 | -endgültige Fassung-

TAB-Arbeitsbericht zu »Fernerkundung: Anwendungspotenziale in Afrika«

Der TAB-Arbeitsbericht Nr. 154 steht ab sofort in seiner endgültigen Fassung zur Verfügung.

Die satellitengestützte Erdfernerkundung ermöglicht die kontinuierliche und zunehmend genauere Beobachtung von Objekten auf der Erde. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen vom Ressourcenmanagement in Land- und Forstwirtschaft über die Gewinnung von Umweltinformationen, die Kartierung und Planung von Siedlungen und Infrastruktur bis zum Katastrophenmanagement. Ein großes Potenzial wird auch für Entwicklungsländer angenommen, da dort angesichts geringerer, bodennah erhobener Datenbestände die Vorzüge der Fernerkundung (weitgehend autonome, systematische Datenerfassung von schwer zugänglichen Gegenden) besonders zum Tragen kommen können. Aufgrund zunehmender ökologischer und sozialer Probleme (Desertifikation, Erosion, Stadtentwicklung) scheint ein Bedeutungsgewinn in Entwicklungsländern wahrscheinlich. Dennoch ist nach anfänglicher Euphorie in den 1980er und 1990er Jahren das Interesse an Fernerkundungsanwendungen im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit deutlich zurückgegangen. Was sind die Gründe, und welche Möglichkeiten zur Verbesserung der derzeitigen Situation gibt es?

Im TAB-Bericht werden der Stand der Technik und gegenwärtige Anwendungen in den Ländern Afrikas dargestellt und Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen mit diesen beschrieben. Schwerpunkte der Ist-Zustands-Analyse sind einerseits die technologischen Möglichkeiten von Industrieländern, insbesondere die Aktivitäten Deutschlands im internationalen Vergleich, und andererseits die anwendungsorientierten wissenschaftlich-technischen Kapazitäten afrikanischer Länder. Aufbauend auf dieser Bestandsaufnahme werden Potenziale für eine problemlösungsorientierte Anwendung der Fernerkundung in Entwicklungsländern beschrieben. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche organisatorischen Strukturen auf nationaler und internationaler Ebene geeignet sind, die Nutzung in Entwicklungsländern zu verbessern.

Der Staat als wichtiger Förderer, Träger und Regulator der Technikentwicklung und -anwendung hat diesbezüglich vielfältige Handlungsoptionen u.a. beim kooperativen Ausbau der Satelliteninfrastruktur, durch Verbesserungen des Datenzugangs, der Stärkung von Afrikainitiativen europäischer Organisationen, durch spezifische Partnerschaften mit ausgewählten Ländern/Institutionen sowie durch den Auf- und Ausbau von Technologietransferprogrammen mit begleitenden Evaluationsverfahren.

Der TAB-Arbeitsbericht Nr. 154 kann hierPDF [18,05 MB] heruntergeladen oder in gedruckter Form beim Sekretariat des TAB bestellt werden (solange verfügbar).

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