
Resilienz-Radar
- Projektteam:
TAB: Christoph Kehl, Pauline Riousset
Konsortialpartner IZT: Michaela Evers-Wölk, Roland Nolte, Nona Bledow, Maren Eickhoff, Carolin Kahlisch
- Themenfeld:
- Starttermin:
2023
- Endtermin:
2028
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Hintergrund und Zielsetzung
Die geopolitischen Spannungen und Konflikte, der fortschreitende Klimawandel sowie technologische Umbrüche wie die generative Künstliche Intelligenz führen zu neuen Herausforderungen und veränderten Risikolagen für Politik und Gesellschaft.
Das Resilienz-Radar soll als Baustein unserer erweiterten Foresight-Aktivitäten angesichts dieser Herausforderungen dazu beitragen, wichtige Infrastruktursysteme zukunftsfähig und resilient zu gestalten und unterstützt als kontinuierliche Beratungsleistung eine vorausschauende und zukunftsorientierte Politikgestaltung.
Dem Resilienz-Radar liegt ein soziotechnisches Verständnis von kritischen Infrastruktursystemen zugrunde. Wir verstehen darunter Einrichtungen, Anlagen, Strukturen und Systeme, die für das Funktionieren moderner Gesellschaften unverzichtbar sind. Sie umfassen nicht nur physische und technologische Komponenten, sondern auch ökonomische, soziale, politische, organisatorische und kulturelle Elemente, die mit der Entwicklung, Nutzung und Wartung von Infrastruktur in Verbindung stehen. Dieses Verständnis ist auch von entscheidender Bedeutung für die Resilienzgestaltung. Um Resilienz zu erreichen, ist es erforderlich, die soziotechnischen Rahmenbedingungen, aber auch Pfadabhängigkeiten ganzheitlich zu betrachten.
Der Fokus des Resilienz-Radars liegt auf aktuellen Trends, die das jeweilige Infrastruktursystem prägen, sowie spezifischer Gefährdungslagen durch systemische Risiken.. Systemische Risiken können Gesellschaften und Wirtschaftssysteme als Ganzes beeinträchtigen. Damit besteht auch die Gefahr, dass die Funktionsfähigkeit und Stabilität von Infrastruktursystemen erheblich beeinträchtigt werden.
Einen kompakten Zugang zu den Ergebnissen des Resilienz-Radars bietet zudem die Foresight-Microsite. Dort werden die in den jährlichen Foresight-Reports veröffentlichten Ergebnisse zu Trends, systemischen Risiken und Fokusthemen der jeweiligen Infrastruktursysteme übersichtlich aufbereitet und stehen zusätzlich als PDF-Download zur Verfügung.
| 2023/2024 | 2024/2025 | 2025/2026 | 2026/2027 | 2027/2028 |
|---|---|---|---|---|
| Energie | Bildung und Forschung | Abfall | Informationstechnik und Telekommunikation | Soziale Dienste |
| Landwirtschaft und Ernährung | Gesundheit | Finanz- und Versicherungswesen | Medien und Kultur | Weltraum |
| Verkehr und Mobilität | Wasser | Staat und Verwaltung | Ökosysteme/ grüne Infrastruktur | Zivil- und Katastrophenschutz |
Stand: August 2026 (Falls aktuelle Entwicklungen es erfordern, können in Abstimmung mit der Berichterstattergruppe TA Aufteilung und Reihenfolge der Infrastrukursysteme noch angepasst werden.)
Methodisches Vorgehen
Mit dem Resilienz-Radar werden Trends identifiziert, die systemische Risiken und Herausforderungen für soziotechnische Infrastruktursysteme mit sich bringen. Auf Grundlage der Trends werden für jedes kritische Infrastruktursystem die Folgen systemischer Risiken und etwaige Gefährdungslagen abgeschätzt. Ausgehend von Themen, die in Gesellschaft, Wissenschaft und Politik aktiv diskutiert werden, werden Entwicklungen erfasst, die sich auf die Funktionsfähigkeit und Resilienz der jeweiligen kritischen Dienstleistungen und Infrastrukturen auswirken können.
Die Umsetzung des Resilienz-Radars erfolgt in drei aufeinander aufbauenden Arbeitsphasen. In allen Phasen wird die Expertise interner und externer Expert/innen einbezogen. Die Resultate aller drei Arbeitsphasen werden abschließend integrativ analysiert und jährlich in einem Foresight-Report zusammengefasst.
Foresight-Reports
Kahlisch, C.; Kehl, C.; Bledow, N.; Evers-Wölk, M.; Riousset, P.
2026. (Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Hrsg.), Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB). doi:10.5445/IR/1000196376
Illge, L.; Riousset, P.; Eickhoff, M.; Bledow, N.; Evers-Wölk, M.; Kehl, C.
2026. (Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Hrsg.), Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB). doi:10.5445/IR/1000196374
Bledow, N.; Kehl, C.; Kahlisch, C.; Evers-Wölk, M.; Riousset, P.
2026. (Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Hrsg.), Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB). doi:10.5445/IR/1000196372
Bledow, N.; Eickhoff, M.; Evers-Wölk, M.; Kahlisch, C.; Kehl, C.; Nolte, R.; Riousset, P.
2025, September. (Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Hrsg.)
Bledow, N.; Eickhoff, M.; Evers-Wölk, M.; Kahlisch, C.; Kehl, C.; Nolte, R.; Riousset, P.
2025, September. (Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Hrsg.)
Bledow, N.; Eickhoff, M.; Evers-Wölk, M.; Kahlisch, C.; Kehl, C.; Nolte, R.; Riousset, P.
2025, September. (Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Hrsg.)
Bledow, N.; Eickhoff, M.; Evers-Wölk, M.; Kahlisch, C.; Kehl, C.; Nolte, R.; Riousset, P.
2024, Juni. (Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Hrsg.)
Bledow, N.; Eickhoff, M.; Evers-Wölk, M.; Kahlisch, C.; Kehl, C.; Nolte, R.; Riousset, P.
2024, Juni. (Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Hrsg.)
Bledow, N.; Eickhoff, M.; Evers-Wölk, M.; Kahlisch, C.; Kehl, C.; Nolte, R.; Riousset, P.
2024, Juni. (Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Hrsg.)
Werkstattgespräch
Resilienz und Krisenvorsorge sind wichtige Themen für den Bundestag. In einem ersten Werkstattgespräch zur Zukunftssicherheit kritischer Infrastrukturen am 3. Juli 2024 stellten wir interessierten Bundestagsabgeordneten das Resilienz-Radar vor und diskutierten die zentralen Ergebnisse des Foresight Reports 2024.´

Präsentation und Diskussion des Foresight-Report 2024 am 3. Juli 2024
Rückblick
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