Fortpflanzungsmedizin

Der TAB-Bericht analysiert die nationalen und internationalen Rahmenbedingungen, die wissenschaftlich-technischen Fortschritte sowie die intendierten und nichtintendierten Folgen der assistierten Reproduktionstechnologie

Die Fortpflanzungsmedizin stellt medizinisch-technische Optionen bei unerfülltem Kinderwunsch bereit. Dazu zählen alle Behandlungen und Verfahren, die den Umgang mit menschlichen Eizellen, Spermien oder Embryonen mit dem Ziel umfassen, eine Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes herbeizuführen. Die Verfahren sind jedoch nicht generell unproblematisch. Zu nennen sind hier insbesondere die gesundheitlichen Risiken für die Frauen und für die auf diese Weise gezeugten Kinder sowie die psychischen Belastungen der Beteiligten vor, während und nach erfolgten Behandlungen. Im internationalen Vergleich zeigen sich große Unterschiede in der Praxis, beispielsweise mit welchen Zielsetzungen und unter welchen Rahmenbedingungen Verfahren der technisch assistierten Reproduktion überhaupt erlaubt sind und in welchem Umfang sie in der medizinischen Praxis eingesetzt werden.

Der aktuelle TAB-Arbeitsbericht Nr. 139

  • skizziert Art, Häufigkeiten und Ursachen von Fruchtbarkeitsstörungen und beschreibt alle aktuellen Lösungsansätze, die durch die Reproduktionsmedizin zur Herbeiführung einer Schwangerschaft und der Geburt eines Kindes bereitgestellt werden,
  • thematisiert ausführlich, welche gesundheitlichen Folgen und Risiken sowie psychischen Belastungen mit reproduktionsmedizinischen Behandlungen assoziiert sind und inwieweit sie verringert bzw. vermieden werden können,
  • analysiert und diskutiert erstmals in einem umfangreichen internationalen Vergleich die Wirksamkeit und die Erfolgsraten der reproduktionsmedizinischen Verfahren in der klinischen Praxis der vergangenen zehn Jahre,
  • erörtert eine mögliche Weiterentwicklung des gesetzlichen Rahmens in Deutschland und gibt einen Ausblick auf Handlungsoptionen für die deutsche Politik sowie auf notwendigen gesellschaftlichen Klärungsbedarf.

Der Bericht sowie englische Summary stehen zum Download zur Verfügung.

23.02.2011 

Weiterführende Informationen und Downloads:

fortpflanzungsmedizin
TAB-Arbeitsbericht Nr. 139: Fortpflanzungsmedizin