Klimaangepasster Stadtraum mit Grünflächen und Wasser, in dem viele Menschen unterwegs sind; im Hintergrund moderne Gebäude mit angedeuteter digitaler Netzstruktur.TAB (KI-generiert)

Potenziale des digitalen Zwillings für eine nachhaltige und klimaangepasste Stadtentwicklung

Der Abschlussbericht wurde vom Ausschuss für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung in der Sitzung am 10. Juni 2026 abgenommen. Er wird demnächst als TA-Kompakt Nr. 7 sowie als Bundestagsdrucksache veröffentlicht.

In Kürze

Urbane digitale Zwillinge (UDZ) sind dynamisch aktualisierte digitale Abbilder von Stadt- und Kommunalsystemen. In UDZ können Geobasisdaten, IoT-Sensorik und KI kombiniert werden, um Emissionen zu senken, Ressourcen effizienter zu nutzen und Bürger/innen stärker in Planungsprozesse einzubeziehen. Ihre Umsetzung wird durch verschiedene Hürden gebremst: mangelnde Skalierbarkeit, fehlende Interoperabilität, hohe Investitions- und Betriebskosten sowie Probleme bei Datenqualität und Datenschutz. Auf Basis von 37 Einflussfaktoren lassen sich drei realistische Zukunftsbilder für 2035 entwickeln: (1) flächendeckende, gesetzlich verankerte UDZ-Nutzung, (2) fragmentierte Insellösungen mit verpassten Chancen und (3) reaktive, kaum genutzte UDZ. Daraus abgeleitet können konkrete Handlungsoptionen formuliert werden, wie etwa klare Governance-Strukturen, langfristige Finanzierungsmodelle, einheitliche Rechts- und Standardrahmen sowie ethische Leitlinien. So können UDZ effektiv, sozial gerecht und nachhaltig in die Stadtentwicklung integriert werden.

Sechs Fragen – sechs Antworten

  • UDZ werden als virtuelle, dynamisch aktualisierte Abbilder von Stadt- und Kommunalsystemen definiert, die Geobasisdaten und bereichsspezifische Fachinformationen modular kombinieren.
  • UDZ bieten deskriptive, diagnostische, prädiktive und simulationsbasierte Funktionen, visualisieren komplexe Zusammenhänge (2D-/3D-Karten, Dashboards, AR/VR) und nutzen künstliche Intelligenz (KI) für Mustererkennung, Prognosen und teilautonome Entscheidungen.
  • Der Aufbau von UDZ erfordert die Integration heterogener Daten (zu Geobasis, Mobilität, Energie, Klima, soziale Infrastruktur etc.) aus öffentlichen und privaten Quellen.
  • UDZ können durch Emissionsreduktion, Ressourceneffizienz und transparente Bürgerbeteiligung ökologische, ökonomische und soziale Mehrwerte schaffen.
  • Durch die Verknüpfung von Daten- und Simulationstools können UDZ konkrete Beiträge zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele leisten, insbesondere zur Erreichung von Ziel 11 (nachhaltige Städte und Gemeinden) und 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz), aber auch zur Erreichung weiterer ökologischer, sozialer und ökonomischer Ziele beitragen.
  • Die Skalierbarkeit und technische Leistungsfähigkeit von UDZ wird durch begrenzte Hardware- und Netzwerkinfrastruktur, anspruchsvolle Datenerfassung, -übertragung, -verarbeitung und -visualisierung sowie den hohen Ressourcen- und Energieverbrauch eingeschränkt.
  • Fragmentierte Datenquellen, unterschiedliche Datenformate und mangelnde Standards erschweren den Datenaustausch, die Integration und die bidirektionale Anbindung von UDZ.
  • Die hohen Anfangsinvestitionen sowie laufende Betriebs- und Folgekosten von UDZ, die Unsicherheit der langfristigen Finanzierung und bislang fehlende quantifizierte Nutzennachweise stellen vor allem kleinere Kommunen mit begrenzten Haushaltsmitteln vor finanzielle Herausforderungen.
  • Klare Governance-Strukturen, insbesondere ein robustes Datengovernance-Framework mit definierten Rollen, Verantwortlichkeiten und einer zentralen Koordinierungsstelle, sind unverzichtbar, um Datenqualität, Interoperabilität, rechtliche Vorgaben und die effektive Nutzung UDZ in kommunalen Prozessen zu gewährleisten.
  • Zwar existieren verschiedene Finanzierungsmodelle und Förderprogramme (öffentliche Subventionen, Public Private Partnerships, EU- und Bundesprogramme), aber die notwendige, langfristige Finanzierung für den Aufbau, Betrieb und die Weiterentwicklung von UDZ wird noch unzureichend unterstützt.
  • Es bedarf klarer und konsistenter rechtlicher Rahmenbedingungen für UDZ, darunter Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben, Haftungs- und Genehmigungsregelungen sowie verbindliche Standards und Interoperabilitätsanforderungen.
  • Ethische Grundsätze, wie etwa Nichtdiskriminierung, barrierefreie Zugänglichkeit, transparente Entscheidungsprozesse, verantwortungsbewusster Umgang mit Daten und die Vermeidung von Bias, müssen beachtet werden, um soziale Gerechtigkeit und Vertrauen zu sichern.
  • Durch eine systematische Analyse von 37 Einflussfaktoren und auf Basis einer Wechselwirkungsanalyse wurden im vorliegenden TA-Kompakt drei plausible Szenarien für das Jahr 2035 entworfen.
  • Szenario 1 schildert eine mögliche zukünftige Entwicklung, in der UDZ flächendeckend in allen Kommunen verankert und gesetzlich vorgeschrieben sind sowie finanziell unterstützt werden, sodass daten- und KI-gestützte Planungsprozesse umfassende Klimaanpassungs- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen ermöglichen und zugleich aktiv Bürgerbeteiligung sowie offene Datenökosysteme fördern.
  • Szenario 2 skizziert eine mögliche Entwicklung, in der UDZ nur sporadisch und fragmentiert in einzelnen Städten eingesetzt werden, finanzielle und institutionelle Hürden zu unzureichender Skalierung führen und dadurch viele Chancen für wirksame Klimaanpassung und nachhaltige Stadtentwicklung verpasst bleiben.
  • Szenario 3 beschreibt schließlich eine mögliche Entwicklung, in der UDZ kaum über einzelne Pilotprojekte hinaus genutzt werden, weil fehlende Finanzierung, schwacher politischer Wille und mangelnde Integration zu einer reaktiven, fragmentierten Stadtentwicklung führen, bei der Klimarisiken nur punktuell und ohne langfristige, datengestützte Maßnahmen adressiert werden.
  • Um UDZ flächendeckend und wirkungsvoll für eine klimaangepasste und nachhaltige Stadtentwicklung einsetzen zu können, sollten verschiedene technische, organisatorische und politische Gestaltungsoptionen miteinander verknüpft werden. Dazu gehören beispielsweise die Schaffung einer standardisierten Systemarchitektur, der Ausbau von IoT-Sensornetzwerken und skalierbaren Recheninfrastrukturen, die Umsetzung nutzungsfreundlicher Bedienschnittstellen, Einhaltung einer klaren Datengovernance, Etablierung nachhaltiger Finanzierungsmodelle, Schaffung eines verbindlichen Rechtsrahmens und die Gestaltung, orientiert an ethischen Leitlinien.
  • Weiterer Forschungsbedarf besteht hinsichtlich robuster Mess- und Bewertungsmetriken, mit denen der tatsächliche Mehrwert, die Kosteneffizienz, die gesellschaftlichen Auswirkungen und die langfristige Wirksamkeit von UDZ-basierten Maßnahmen quantifiziert und deren Integration in Verwaltungs- und Planungsprozesse systematisch untersucht werden.

Methodisches Vorgehen

Die Studie kombiniert qualitative und explorative Forschungsmethoden. Grundlage bildet eine systematische Analyse der aktuellen Fachliteratur sowie Interviews mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Stadtentwicklung, Kommunalpolitik, Technologieentwicklung, Forschung und Planung. Darauf aufbauend wurden mithilfe der Szenariotechnik sieben zentrale Schlüsselfaktoren für den Einsatz von UDZ im Kontext einer klimaangepassten und nachhaltigen Stadtentwicklung identifiziert. Auf dieser Basis wurden drei mögliche Zukunftsszenarien entwickelt, von denen aus methodischen Gründen zwei im Rahmen eines Fokusgruppenworkshops mit Vertreter/innen der Zivilgesellschaft diskutiert wurden, um Einschätzungen, Bedarfe und Vorbehalte zu erfassen.

Download

Cover TA-Kompakt Nr. 7

TA-Kompakt Nr. 7 (erscheint in Kürze)
Potenziale des digitalen Zwillings für eine nachhaltige und klimaangepasste Stadtentwicklung (PDF)
Die Studie des TAB zeigt, dass urbane digitale Zwillinge als datenbasierte Simulationsplattformen erhebliche Chancen für klimafreundliche, ressourceneffiziente Stadtentwicklung bieten, gleichzeitig jedoch technische, finanzielle und rechtliche Hürden bestehen, deren Überwindung durch klare Governance, langfristige Finanzierung, Standards und ethische Leitlinien nötig ist. 

doi:10.5445/IR/1000194201

 

In der Reihe TA‑Kompakt werden aktuelle Themen wissenschaftlich fundiert für den Deutschen Bundestag in konzentrierter Form aufbereitet und unterstützen politische Entscheidungsprozesse.

 

Im Bundestag

Der Abschlussbericht zum TA-Projekt wurde am 10. Juni 2026 vom Ausschuss für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung abgenommen und geht damit in die parlamentarische Arbeit ein.

Vorgang - Bericht auf dem Parlamentsserver (DIP)

Technikfolgenabschätzung (TA)
Potenziale des digitalen Zwillings für eine nachhaltige und klimaangepasste Stadtentwicklung (Link erfolgt nach Veröffentlichung)

Themenverwandte TAB-Publikationen

Weitere TAB-Analysen befassen sich mit zentralen Aspekten der Digitalisierung, kommunalen Infrastrukturentwicklung sowie datenbasierter Steuerung, die auch für den Einsatz urbaner digitaler Zwillinge von Bedeutung sind.   

Themenkurzprofil Nr. 82
Multifunktionale urbane Retentionsräume: Schutz vor Starkregenereignissen
Zeigt technische und planerische Ansätze zur Klimaanpassung im urbanen Raum und deren Bedeutung für ein integriertes Risikomanagement.
doi:10.5445/IR/1000183040

TAB-Kurzstudie Nr. 4
Sustainable Cooling – nachhaltige Kühlungsstrategien
Gibt einen Überblick über Strategien zur Reduktion des Kühlbedarfs sowie über technologische und soziale Innovationen für eine energieeffiziente und klimaverträgliche Kühlung im urbanen Raum. 
doi:10.5445/IR/1000158817

TAB-Arbeitsbericht Nr. 205
Chancen und Risiken der Digitalisierung kritischer kommunaler Infrastrukturen (Wasser- und Abfallwirtschaft)
Analysiert Potenziale und Risiken digitaler Lösungen in zentralen Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge, einschließlich Fragen der IT-Sicherheit, Datenintegration und Governance.
doi.org/10.5445/IR/1000163177

TAB-Bericht Nr. 198
Energieverbrauch der IKT-Infrastruktur – Klimawirkungen digitaler Infrastrukturen
Untersucht die ökologischen Auswirkungen des Ausbaus digitaler Infrastrukturen und zeigt Zielkonflikte zwischen Digitalisierung und Klimaschutz auf.
doi.org/10.5445/IR/1000151164

TAB-Bericht Nr. 204
Algorithmen in digitalen Medien – Einfluss auf die Meinungsbildung 
Behandelt Einsatz, Wirkung und Regulierung algorithmischer Systeme und bietet Anknüpfungspunkte für Fragen der Transparenz und Verantwortung bei KI-gestützten Anwendungen. 
doi:10.5445/IR/1000154065

TAB-Arbeitsbericht Nr. 201
Künstliche Intelligenz und Distributed-Ledger-Technologie in der öffentlichen Verwaltung : Ein Überblick von Chancen und Risiken einschließlich der Darstellung international einschlägiger Praxisbeispiele 
Zeigt Möglichkeiten und Herausforderungen datenbasierter Entscheidungsprozesse in der öffentlichen Verwaltung auf und beleuchtet Fragen von Governance, Datenschutz und Effizienz.
doi:10.5445/IR/1000151158

TAB-Kurzstudie Nr. 3
Urbaner Holzbau
Analysiert Potenziale und Herausforderungen des Holzbaus im urbanen Kontext und beleuchtet technologische, ökologische und regulatorische Aspekte einer nachhaltigen Stadtentwicklung.
doi:10.5445/IR/1000154422

 

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Thematischer Hintergrund

Ein digitaler Zwilling ist eine virtuelle Kopie eines physischen Objekts, einer In-
frastruktur oder eines Prozesses aus der realen Welt oder eines geplanten Vorhabens. Dieses Alter Ego besteht aus datenbasierten Modellen, die die Funktionen und Eigenschaften des Originalobjekts mithilfe von KI- bzw. Alternate-Reality-basierten Simulationen und Algorithmen nachahmen. Sie ermöglichen Experimente und Projektionen, die über die herkömmlichen Funktionen des analogen Objekts hinausgehen. So können mithilfe digitaler Zwillinge real existierende Strukturen vorausschauend weiterentwickelt, bedarfsgerecht getestet und optimiert werden.

Die Anwendung dieser Technologie ist im Bereich der Stadtplanung bereits Realität: Straßenzüge, Gebäudekomplexe und Stadtbewohner/innen werden digital nachgebildet und in Interaktion gebracht, um die Simulation und Planung integrierter und effizienter Infrastrukturen zu ermöglichen. Auf Basis komplexer und vielfältiger Daten werden gebaute Strukturen, physische Eigenschaften und dynamische Bewegungssysteme in Städten oder Stadtteilen in 3D-Modellen analysiert.

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Pilot- und Forschungsprojekten zur Anwendung urbaner digitaler Zwillinge: Im Förderprogramm der Bundesregierung Modellprojekte Smart Cities (Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen) laufen derzeit 49 Projekte (Stand: Mai 2025) zur Entwicklung und praktischen Implementierung von digitalen Zwillingen in deutschen Kommunen und Landkreisen. Ein zentrales Projekt in diesem Programm ist das Wissenstransfer- und Städtepartnerschaftsprojekt »Connected Urban Twins« zu Themenbereichen wie Stadtklima, Verkehrsfluss und Infrastruktur, an dem Hamburg, München und Leipzig beteiligt sind. Die Universität Stuttgart (HLRS) entwickelte außerdem einen digitalen Zwilling der Stadt Herrenberg (Baden-Württemberg) zur Planung von Maßnahmen im Rahmen der Energiewende sowie einen weiteren zur Analyse der Verkehrssituation des Stuttgarter Marienplatzes aus Sicht von Fußgänger/innen und Radfahrer/innen.

Bei der Nutzung digitaler Zwillinge für eine nachhaltige Stadtplanung gibt es derzeit noch regulatorische Lücken und Herausforderungen, wie beispielsweise im Bereich Datenschutz und Datensicherheit. Es fehlen klare, einheitliche Regelungen, wie Daten gesammelt, gespeichert und verarbeitet werden dürfen, um sowohl die Privatsphäre der Bürger/innen zu schützen als auch die Sicherheit der Daten zu gewährleisten. Zudem gibt es noch keine allgemein anerkannten Standards für die Erstellung und Nutzung digitaler Zwillinge. Dies erschwert die Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen und Softwarelösungen, was die Zusammenarbeit zwischen Städten und unterschiedlichen Akteuren behindern kann. Außerdem besteht Bedarf an klaren gesetzlichen Regelungen bezüglich der Verantwortlichkeiten der verschiedenen Akteure und der Haftung im Falle von Fehlern oder Unfällen, die durch Simulationen verursacht werden. Trotz der finanziellen Unterstützung beispielsweise durch das Förderprogramm »Smart Cities« sind die langfristige Finanzierung und die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen für digitale Zwillinge oft unsicher. Viele Städte haben Schwierigkeiten, die erforderlichen Investitionen zu tätigen und die Projekte nachhaltig zu finanzieren. Schließlich fehlen oft Mechanismen, um die Bürgerbeteiligung effektiv und transparent in den Planungsprozess einzubinden.

Ziel und Vorgehensweise

Im Rahmen der TA-Kompakt-Studie zu den Potenzialen und gesellschaftlichen Auswirkungen von urbanen digitalen Zwillingen liegt ein Untersuchungsschwerpunkt auf dem ökologischen Mehrwert der Nutzung von digitalen Zwillingen in der Stadtplanung. Dabei sollen folgende Fragen geklärt werden:

  • Welche Themengebiete im Bereich Stadtentwicklung eignen sich besonders für die Anwendung von digitalen Zwillingen mit dem Ziel einer Erhöhung der Ressourceneffizienz?
  • Welche Anwendungsbeispiele gibt es bereits, die in der Praxis erprobt wurden und sich bewährt haben?
  • Wie kann die Generierung von Daten, die für fundierte Klimaanpassungs­konzepte benötigt werden (z. B. Luftqualität, Kühlungseffekte, Gebäudeperformance), durch einen digitalen Zwilling erfolgen?

Darüber hinaus spielen strukturelle und stadtplanungspolitische Fragen eine wichtige Rolle, u. a.:

  • Inwieweit kann ein digitaler Zwilling zu einem verbesserten Risikomanagement (z. B. Wetterereignisse, Großunfälle, Terroranschläge) beitragen?
  • Wie können kongruente Regelungen zur Datengenerierung und -verarbeitung für digitale Zwillinge städtischer Infrastrukturen entwickelt werden?
  • Welche Anwendungsleitlinien und rechtlichen Rahmenbedingung sind für eine optimale Operationalisierung digitaler Zwillinge notwendig?
  • Welche Finanzierungsmodelle sind für die Entwicklung und Implementierung von Simulationstechnologien denkbar?
  • Welche partizipativen und kollaborativen Ansätze können mithilfe von digitalen Zwillingen verfolgt werden, um Bürgerbeteiligung zu fördern?

Die Untersuchung gliedert sich in drei Arbeitsschritte:

  • In einem ersten Schritt werden im Rahmen einer Literatur- und Quellenrecherche Berichte, Studien und wissenschaftliche Publikationen zur Anwendung von digitalen Zwillingen in der Stadtplanung ausgewertet, um Beispiele für existierende Anwendungen sowie aufkommende Innovationen zu identifizieren.
  • In einem zweiten Schritt werden Interviews mit relevanten Stakeholdern aus dem Bereich der Stadtentwicklungspolitik, Anbietern digitaler Zwillingstechnologien und der Planungsindustrie geführt, um die Erkenntnisse aus der Literaturanalyse zu validieren bzw. noch nicht erfasste Themenschwerpunkte zu identifizieren.
  • In einem dritten Schritt werden partizipative Formate wie interdisziplinäre Expert/innen-Workshops und -Befragungen durchgeführt, um die in den ersten beiden Bearbeitungsschritten gewonnenen Ergebnisse zu diskutieren und konsensbasierte Ideen für Handlungsperspektiven zu entwickeln.