Der Verkehrssektor trägt rund 20% zu den Treibhausgasemissionen Deutschlands bei und ist damit ein wesentlicher CO2-Emittent. Seit Jahren ist, bis auf einen kurzen Einbruch während der COVID-19-Pandemie, die Verkehrsleistung im Personen- und Güterverkehr angestiegen. Im Personenverkehr stieg sie zwischen 1991 und 2019 um fast 34%, im inländischen Güterverkehr um 75% (UBA 2023f). Obwohl politisch beabsichtigt ist, die Verkehrsleistung der Schiene zu steigern, wird sowohl im Personen- (84,4%) als auch Güterverkehr (71%) der weitaus größte Anteil auf der Straße abgewickelt (Abb. 9). Hinzu kommen ein wachsender PKW-Bestand sowie eine steigende Nachfrage nach immer ressourcenintensiveren PKW (BMDV 2023, S. 131 ff.). Diese Entwicklungen tragen wesentlich dazu bei, dass der Verkehrssektor die jährlichen Einsparziele bei den CO2-Emissionen seit Jahren verfehlt.
Gleichzeitig stellt der Klimawandel das Verkehrssystem Deutschlands vor wachsende Herausforderungen, da vor allem die klimawandelbedingt zunehmenden Extremwetterereignisse – Niedrigwasser infolge von Dürren, Hochwasser und Hangrutschungen – zu einer erhöhten Gefährdung der Verkehrsinfrastruktur beitragen (BMVI 2020). Verstärkend kommt die Unterfinanzierung der Verkehrsinfrastruktur vor allem im Bereich Straße und Schiene hinzu, die zukünftig durch sinkende Mineralölsteuereinnahmen aufgrund der Verbreitung der E-Mobilität noch zunehmen könnte. Die aktuelle Investitionslücke im Bundesverkehrshaushalt – gemessen am durchschnittlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 – beträgt laut Schätzungen knapp 80 Mrd. Euro (unter Berücksichtigung der Baukostensteigerungen; DVF 2023). Sowohl die zunehmenden Extremwetterereignisse als auch die Unterfinanzierung der Verkehrsinfrastruktur werden von einer klaren Mehrheit des Expertenpanel als wichtige Vulnerabilitätsfaktoren für das Infrastruktursystem eingeschätzt (Abb. 10a/b).
Gleichzeitig stellt der Klimawandel das Verkehrssystem Deutschlands vor wachsende Herausforderungen, da vor allem die klimawandelbedingt zunehmenden Extremwetterereignisse – Niedrigwasser infolge von Dürren, Hochwasser und Hangrutschungen – zu einer erhöhten Gefährdung der Verkehrsinfrastruktur beitragen (BMVI 2020). Verstärkend kommt die Unterfinanzierung der Verkehrsinfrastruktur vor allem im Bereich Straße und Schiene hinzu, die zukünftig durch sinkende Mineralölsteuereinnahmen aufgrund der Verbreitung der E-Mobilität noch zunehmen könnte. Die aktuelle Investitionslücke im Bundesverkehrshaushalt – gemessen am durchschnittlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 – beträgt laut Schätzungen knapp 80 Mrd. Euro (unter Berücksichtigung der Baukostensteigerungen; DVF 2023). Sowohl die zunehmenden Extremwetterereignisse als auch die Unterfinanzierung der Verkehrsinfrastruktur werden von einer klaren Mehrheit des Expertenpanel als wichtige Vulnerabilitätsfaktoren für das Infrastruktursystem eingeschätzt (Abb. 10a/b).



